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BORA Magazin 02|2021 - Deutsch

Das BORA Magazin erscheint in insgesamt zwölf Sprachen. Ein Mix aus Produktinformationen und Geschichten hinter der Marke bietet dem Leser einen spannenden Einblick in die Welt von BORA.

ERLEBEN KOCHEN & MUSIK

ERLEBEN KOCHEN & MUSIK Im Fine-Dining-Restaurant „Lokschuppen“ in Köln- Mülheim läuft meist eine dezente Playlist mit Soul und Jazz. JULIA KOMP Alles außer Rockmusik Julia Komp, 32, war Deutschlands jüngste Sterneköchin. Ihren ersten Michelin-Stern erhielt sie im Alter von 27 Jahren. Nach zahlreichen Auszeichnungen und einer mehrmonatigen Weltreise führt Komp in Köln-Mülheim mittlerweile das Fine-Dining-Restaurant „Lokschuppen“ und das lässigere „Anker 7“. Während ihre neuen Kreationen asiatisch-orientalisch inspiriert sind, deckt der Musikgeschmack ihrer Küche (fast) alle Richtungen ab: von Schlager über Latin Pop bis zu Hip-Hop. Kochen ist kreatives Arbeiten – mit allen Sinnen. Hören Sie dabei immer Musik? Ja, entweder läuft das Radio oder irgendeine Playlist. Ansonsten fehlt etwas. Das kenne ich schon von zu Hause so. Meine Mutter hat morgens zuallererst das Radio eingeschaltet. Es beeinflusst einfach die Stimmung. Bei guter Musik hat man gleich viel bessere Laune. Vor allem wenn man mit dem Song ein positives Erlebnis verbindet. Was hören Sie am liebsten beim Kochen? Bei uns in der Küche läuft eigentlich alles – vom deutschen Liebeslied über Salsa und Karnevalsmusik bis hin zu französischem Rap. Was gar nicht geht, ist Rock. Dieses Genre haben wir eins zu zehn demokratisch abgelehnt. Wählen Sie bestimmte Alben aus? Eigentlich ist der lokale Radiosender 1LIVE oder 1LIVE DIGGI unser Dauerbrenner. Über DIGGI hört man auch Lieder, die nicht unbedingt im Radio kommen. Und samstags läuft leider Gottes WDR2 mit Bundesliga. In der Zeit mache ich Mittagspause. Mögen Sie lieber Hintergrundmusik oder singen Sie auch mal laut mit? Wir singen schon laut mit. Zum Beispiel zur Playlist, die wir sonntagabends zum Aufräumen hören. Da laufen dann unter anderem *NSYNC und Backstreet Boys – die 90er-Jahre halt. Verlangen verschiedene Länderküchen beim Kochen nach entsprechender Musik? Verlangen ist vielleicht zu extrem. Aber es kann gut passen. Auf der Feierabend-Playlist des Lokschuppens steht auf jeden Fall „Desert Rose“ von Sting, ein Song mit stark orientalischem Einschlag. Beim KOCHEN ▸ Aya Nakamura Jolie Nana (R&B) ▸ Topic ft. A7S Breaking Me (Electronic) ▸ Revolverheld Mit dir chilln (Indie) Beim ESSEN ▸ Ali Gatie What If I Told You That I Love You (Pop) ▸ Dennis Lloyd Nevermind (Alright) (Pop) ▸ Robin Schulz, Wes Alane (Electronic) Fotos: Marvin Evkuran, Aryan Mirfendereski, Fabian Dietrich 18 BORA MAGAZIN

FABIAN DIETRICH Sonntags? Klassik! Fremde Kulturen entdecken, Abenteuer erleben, Aromen sammeln. Fabian Dietrich ist ein Mensch mit vielen Leidenschaften. Eine davon hat er zu seinem Beruf gemacht: das Kochen. Auf seinem Foodblog „About Fuel“ schreibt Dietrich über Polenta mit Kardamom-Pflaumen, Erdbeer-Ravioli mit Minz- Crème – und warum BORA PURE ihn gerettet hat. Sind Sie jemand, der beim Kochen Musik hört? Definitiv. Wirkliche Stille gibt’s in meiner Küche nie: Wenn nicht Musik läuft, dann ein Podcast. Oder es sind Freunde da und wir unterhalten uns. Wie klingt Ihr persönlicher Kochsoundtrack? Das kommt auf meine Stimmung an. Wenn ich etwas schnell zubereiten muss, höre ich Power-Songs, die mich pushen. Wenn ich aber sonntags eine gemütliche Bolognese koche, mag ich entspannende Klassik dazu. Am besten ist es, wenn man Musik findet, die der Kochgeschwindigkeit entspricht. Zum Risotto-Rühren am Herd passt keine Party-Musik. Beim KOCHEN ▸ Harry Styles Cherry (Pop) ▸ Drake Passionfruit (Hip-Hop) ▸ Frank Ocean Strawberry Swing (R&B) Beim ESSEN ▸ Sam Cooke Fool’s Paradise (Soul) ▸ Majid Jordan Her (Pop) ▸ The XX Angels (Indie) Beeinflusst Musik Sie beim Kochen? Also, ich würze nicht spontan schärfer, nur weil ich einen bestimmten Song höre. Kochen ist für mich kein starrer Prozess und so ist es auch mit Musik. Wie komponieren Sie Ihre Gerichte? Ich habe in meinem Kopf eine Geschmacksbibliothek, in der ich alles abspeichere, was ich jemals gegessen habe. Wie schmeckt eine in Essig eingelegte Zwiebel, wie eine in Zitronensaft? Wenn ich koche oder Rezepte entwickle, jongliere ich mit verschiedenen Geschmackskombinationen. Das ist ja ein bisschen wie beim Erstellen einer Playlist: Man fügt Songs hinzu, und im Idealfall kommt etwas Stimmiges heraus. Nicht umsonst heißt es ja auch Geschmackssymphonie! Oder man spricht von Geschmacksnoten. Die nehme ich praktisch aus meiner Geschmacksbibliothek und kombiniere verschiedene Grundzutaten, Komplexitäten und Zustände. Die Harmonie muss stimmen. Manchmal ersetze ich nur eine Zutat, und das ganze Gericht bekommt eine völlig andere Note. Wie ein Remix also? Natürlich, es gibt gefühlt ja auch schon alles. Klassische Rezepte sind toll. Ich will aber Gerichte kochen, die begeistern und mir etwas Neues geben, statt immer nur den gleichen Song zu spielen. Alle Songs finden Sie auf der BORA Playlist bei Spotify. Einfach Spotify öffnen und den Code scannen: cooking-lounge dinner-lounge BORA MAGAZIN 19

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